21.07.2026 | Angelika Unterholzner | Kategorien: Schulanfang, Einschulung, Schultüte, Wunschliste
Rund 800.000 Kinder werden jedes Jahr in Deutschland eingeschult. Allein die Einschulungsfeier kostet laut einer idealo-Analyse (2025) im Schnitt 470 Euro – im Westen rund 377, im Osten rund 669 Euro; dazu kommen die Schultüte (51–100 Euro) und der erste Schulranzen (durchschnittlich 123 Euro). In den Wochen davor zerfällt der Familienkalender oft in zwei parallele Welten: die Eltern besorgen Tornister, Federmäppchen, Sportzeug und das, was auf der Materialliste der Schule steht. Großeltern, Patinnen und Paten, Tanten und Onkel fragen währenddessen unbeholfen aus zweiter Reihe: „Was wünscht sie sich denn? Was fehlt noch? Brauchen wir noch eine zweite Trinkflasche?“
Eine nützliche Wunschliste übernimmt genau diese Doppelrolle: Sie ist Einkaufsliste für dich selbst – und Geschenkeliste für alle anderen. Die kostenlose Online-Wunschliste von Wishbob kombiniert beides in einer einzigen Liste: Schulhefte und Buntstifte bleiben für dich privat sichtbar – die Schultüten-Idee, die Wunschuhr und der Tornister werden mit Großeltern, Patinnen und Paten geteilt. Einzelne Artikel kannst du dabei jederzeit für andere sichtbar machen oder wieder deaktivieren.
Was du selbst einkaufst: Die private Einkaufsliste
Den Großteil der Schulausstattung besorgen Eltern selbst – meistens auf Basis einer Liste, die kurz vor den Sommerferien von der Schule kommt. Bei Wishbob deaktivierst du diese Einträge einfach, sodass sie nur für dich selbst sichtbar bleiben. Du hast alles zentral, kannst Wünsche einzeln abhaken und siehst auf einen Blick, was noch fehlt. Großeltern, Patinnen und Paten sehen diesen Teil nicht – das ist die Einkaufsliste-Funktion.
Was typischerweise drauf steht:
- Schulhefte in den vorgegebenen Lineaturen, meist mit Schulheft-Schoner
- Stifte: Bleistifte, Buntstifte, Filzstifte, Radiergummi, Spitzer
- Federmäppchen, Schlampermäppchen oder beides
- Hefter und Sammelmappen in den von der Lehrkraft verlangten Farben
- Sportzeug, Hausschuhe, Turnbeutel
- Trinkflasche, Brotdose, ggf. eine Zweitausstattung für die Nachmittagsbetreuung
- Bastelutensilien – Schere, Klebestift, Wasserfarben, Pinsel
Geschenke zur Einschulung: Was Großeltern, Patinnen und Paten beisteuern
Der Rest deiner Wishbob-Liste ist sichtbar für die Personen, denen du den Link geschickt hast. Großeltern, Patinnen und Paten, Tanten, Onkel sowie Freundinnen und Freunde der Familie sehen, was sich anbietet, können einen Wunsch reservieren und vermeiden so Doppelkäufe. Drei Kategorien lohnen sich:
Schultüten-Füller: kleine Aufmerksamkeiten für die Schultüte
Die Schultüte ist für viele Kinder der emotionale Höhepunkt des Tages – laut einer Umfrage des Elternportals happycolorz freut sich rund ein Drittel der Schulanfängerinnen und Schulanfänger am meisten auf die Schultüte, deutlich mehr als auf den Schulranzen oder die Geschenke selbst. Wer beim Inhalt mithelfen will, schenkt im kleinen Rahmen: Süßigkeiten, witzige Radiergummis und Spitzer, Stempel, Stickerheftchen, Magnetlesezeichen, ein kleines Pausenspielzeug für den Schulhof. Großeltern, Patinnen und Paten lieben diese Kategorie, weil sie konkret beitragen können, ohne den großen Wurf zu machen.
Großgeschenke: was traditionell die Großeltern übernehmen
Großeltern schenken zur Einschulung im Schnitt 50 bis 100 Euro pro Paar (Orientierungswert von Zukunft Schenken) – häufig als ein einzelnes, höherwertiges Geschenk. Klassiker: der Tornister selbst (gemeinsame Anprobe vorab nicht vergessen), eine erste eigene Armbanduhr, ein guter Wecker, eine Schreibtischlampe oder ein ergonomischer Kinderschreibtischstuhl. Bei den weniger offensichtlichen, aber sehr beliebten Optionen: ein hochwertiges Lernspiel, eine erste eigene Lese-Reihe als Buchpaket, ein Kinderbuch-Abo oder ein gravierter Füller.
Emotionale Geschenke: wenn nützlich nicht reicht
Nicht jedes Geschenk muss einen praktischen Zweck erfüllen. Manche Sachen wirken gerade deshalb, weil sie nichts „können“, sondern für etwas stehen. Ein Schutzengel-Anhänger für den Schulranzen, ein Sorgenfresser zum Verstauen unausgesprochener Ängste, ein persönlicher Glücksbringer mit Geschichte, eine erste Armbanduhr, an der sich später eine Erinnerung festmacht – oder ein Erlebnisgutschein für einen gemeinsamen Tag, etwa Zoo-Jahreskarte, Freizeitpark oder ein fest versprochener Großeltern-Tag. Diese Kategorie ist klein im Volumen, aber groß in der Wirkung – und genau die richtige Stelle für die Geschenke, die zwanzig Jahre später noch in der Schreibtisch-Schublade liegen.
Günstiger und nachhaltiger einkaufen
Egal ob du Hefte und Stifte für dich selbst besorgst oder Großeltern, Patinnen und Paten den Tornister, die Brotdose oder ein Lernspiel kaufen – ein paar einfache Regeln helfen, beim Einkauf Geld und Müll zu sparen.
Günstig
Schulmaterial wird Anfang August in fast allen Drogerie- und Discounter-Ketten zu Aktionspreisen geführt. Wer früh dran ist, spart oft 30 bis 40 Prozent gegenüber Spätkäufen Mitte September, wenn die Aktionsware ausverkauft ist. Aldi, Lidl, dm, Müller und Rossmann schalten ihre Schulmaterial-Aktionen meist parallel – ein Preisvergleich zwischen zwei Anbietern reicht in der Regel.
Beim Tornister gilt das umgekehrte Prinzip: Hier sollte niemand beim Preis sparen, sondern bei der Ergonomie. Ein gut sitzender, ergonomischer Tornister kostet zwischen 180 und 280 Euro und begleitet das Kind durch die ganze Grundschulzeit. Wer hier 50 Euro sparen will, riskiert Rückenprobleme oder einen schnellen Nachkauf nach zwei Jahren.
Nachhaltig
Schulmaterial ist ein Bereich, in dem nachhaltige Alternativen deutlich erwachsen geworden sind. Hefte aus Recyclingpapier mit dem Blauen Engel kosten kaum mehr als die konventionelle Variante. Brotdosen aus Edelstahl halten Jahre länger als Kunststoffvarianten und sind plastikfrei. Trinkflaschen aus Edelstahl oder Glas sind frei von BPA und langlebiger.
Auch beim Tornister gibt es einen wachsenden Markt für gebrauchte Modelle in sehr gutem Zustand – über Vinted, Kleinanzeigen oder spezialisierte Secondhand-Anbieter. Wer keinen Wert auf das aktuellste Motiv legt, spart hier gut die Hälfte. Auch Sportbeutel, Hausschuhe und Turnzeug lassen sich gebraucht oder von älteren Geschwistern weitergeben – Kinder wachsen schneller, als ein Turnbeutel kaputt geht.
Vier bis sechs Wochen reichen
Eine Wunschliste fürs Schulkind funktioniert am besten, wenn sie nicht in der letzten Woche vor dem Schulstart entsteht. Vier bis sechs Wochen Vorlauf geben allen Beteiligten genug Zeit: Eltern für den ruhigen Einkauf, Großeltern für die persönliche Auswahl, Patinnen und Paten für die Frage, ob es lieber das Lernspiel oder der Schutzengel sein soll. Wer das einmal so durchgespielt hat, hat den Schulanfang im Griff – und nicht andersherum. Und die Liste arbeitet danach einfach weiter: Den Anlass deiner Liste kannst du jederzeit ändern – aus der Schulanfangs-Liste wird so die Wunschliste für den nächsten Kindergeburtstag.