Bescherung mit Kindern: so bekommt jedes Geschenk seinen Moment
26.08.2026 | Angelika Unterholzner | Für Weihnachten
Der schönste Augenblick der Bescherung ist der, in dem ein Kind ein Päckchen öffnet und sich alle mit dem Kind freuen. Damit dieser Augenblick mehrmals stattfindet, genügt meist eine einzige Regel: Es wird nacheinander ausgepackt. Wishbob ist die kostenlose Online-Wunschliste, die shopunabhängig funktioniert; sie sorgt dafür, dass die Geschenke passen. Ob sie auch alle wahrgenommen werden, entscheidet sich am Abend selbst.
Warum ein Päckchen nach dem anderen mehr Freude macht
Wer nacheinander auspackt, bekommt für jedes Geschenk die Aufmerksamkeit der ganzen Runde – und genau darum geht es. In Elternforen taucht derselbe Wunsch immer wieder auf: nicht drei Kinder, die gleichzeitig aufreißen, sondern jedes Päckchen einmal im Mittelpunkt.
Wie viele Päckchen es überhaupt werden, ist eine eigene Frage. Dazu steht mehr im Beitrag über die Koordination in der Familie. Hier geht es um den Abend selbst, und der gelingt auch dann, wenn viel unter dem Baum liegt.
Die Übergabekette: ein Päckchen, eine Person, alle schauen zu
Der Ablauf, der in Foren am häufigsten beschrieben wird, kommt ohne Hilfsmittel aus. Eine Person sucht ein Päckchen aus, liest laut vor, für wen es ist, und überreicht es. Die beschenkte Person packt aus – und ist danach an der Reihe, das nächste Päckchen auszusuchen, den Namen vorzulesen und weiterzugeben. So wandert die Aufgabe durch die Runde, und niemand muss den Ablauf moderieren.
Zwei Dinge machen es leicht. Auf jedem Päckchen steht gut lesbar, für wen es ist. Und die Päckchen liegen gemischt unter dem Baum statt in Stapeln pro Person – so entsteht die Spannung, wer als Nächstes drankommt.
Bei kleinen Kindern übernimmt das Aussuchen ein Kind: Es holt ein Päckchen, und alle schauen gemeinsam, welcher Name draufsteht. Damit sind die Jüngsten beteiligt, auch wenn sie gerade nicht selbst dran sind und daran entscheidet sich, ob ein Ritual trägt.
Wenn die Kinder unterschiedlich alt sind
Eine Kette funktioniert am besten, wenn alle ungefähr gleich lang warten können. Bei größeren Altersunterschieden bewährt sich eine andere Reihenfolge: erst die Kinder von jung nach alt, dann die Erwachsenen.
Eltern beschreiben die Variante, die daraus entstanden ist: Die älteren Geschwister reichen den kleineren nacheinander die Geschenke und legen das Papier gleich in eine Kiste. Erst wenn die Kleinen fertig und mit ihren Sachen beschäftigt sind, kümmern sich die Großen um ihre eigenen; die Erwachsenen kommen zuletzt.
Zwei Nebeneffekte machen diese Lösung stark. Die Großen bekommen eine Rolle statt einer Wartezeit – das ist der Grund, warum sie gern mitmachen. Und unterschiedliche Geschenkzahlen fallen kaum auf, weil die Kleinen längst spielen, wenn die anderen dran sind. Dass die Kiste für das Papier von Anfang an dasteht, klingt nebensächlich, hält den Raum aber begehbar und sorgt dafür, dass Karten und kleine Teile auffindbar bleiben.
Ein kleiner Auftritt vor jedem Geschenk
Wo mehr Feierlichkeit gewünscht ist, lohnt sich eine Aufgabe vor dem Auspacken. In klassischen Ratgebern steht dazu: Bevor ein Kind sein Geschenk bekommt, trägt es ein Gedicht vor oder spielt etwas auf seinem Instrument. So steht jedes Kind einmal selbst im Mittelpunkt, bevor es das Päckchen tut.
Zum selben Zweck taugen zwei alte Mittel. Ein Glöckchen, das die Bescherung einläutet, markiert den Anfang und macht aus dem Warten einen gemeinsamen Moment. Und ein großer Sack, aus dem die Geschenke einzeln hervorgeholt werden, führt von selbst dazu, dass eines nach dem anderen drankommt.
Zwei weitere Wege, die viele Familien ausprobieren
Das Würfeln, bei dem jeder Wurf über das nächste Päckchen entscheidet, entschleunigt zuverlässig und macht Spaß, solange die Runde geduldig ist. Für kleine Kinder ist die Wartezeit zwischen zwei Würfen allerdings lang, und Würfe ohne Ergebnis strecken den Abend zusätzlich.
Den Zeitpunkt zu verschieben, hilft dort, wo die Müdigkeit am Abend das eigentliche Thema ist. Eltern berichten von Familien, deren Abende ruhiger verliefen, seit die Bescherung auf den Morgen gelegt wurde. Die Kinder sind ausgeschlafen und können sofort mit den neuen Sachen spielen.
Die Bescherung als ein Teil des Abends
So gut ein Ritual auch trägt – es soll den Abend gliedern, nicht ausfüllen. Kinderärztliche Ratgeber raten ausdrücklich davon ab, den Geschenken zu viel Bedeutung zu geben: Die Bescherung solle nicht den Hauptteil des Abends ausmachen.
Denn was davor und danach passiert, trägt genauso: das Essen, ein Spaziergang, Musik – und vor allem die Zeit, in der die Kinder mit dem spielen, was sie gerade bekommen haben. Ein Geschenk wird erst zu einem, wenn es benutzt wird. Wer die Bescherung rechtzeitig abschließt, verschafft dem Abend genau diese Stunde.
Was unter dem Baum liegt, entscheidet sich ohnehin früher; wie ihr die Wunschliste zu Weihnachten dafür anlegt und teilt, steht auf der Anlassseite. Wie sich die Wochen davor einteilen lassen, steht im Fahrplan von September bis Januar.